Das Hotel

Herzlich Willkommen!

 

Lassen Sie sich umgeben von über 250-jähriger barocker Baugeschichte der besonderen Art. Als »Kaserne für Beweibte« vom holländischen Baumeister Jan Bouman errichtet, wurde unser Haus 1820 vom Potsdamschen Großen Waisenhaus erworben und zu einem Lazarett für die Kinder des Waisenhauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite umgebaut.

Noch heute befindet sich das Gebäude im Besitz der Stiftung »Großes Waisenhaus zu Potsdam«. Vis à vis der vergoldeten Verkörperung der Barmherzigkeit, der Caritas auf der Kuppel des Waisenhausportals, fühlen auch wir uns mit unserem Hotel diesem Geist verpflichtet. Hier sollen junge Menschen ausgebildet werden, die bisher noch nicht den Einstieg ins Berufsleben geschafft haben.

Das Hotel am Großen Waisenhaus liegt ideal als Ausgangspunkt für Entdeckungstouren durch die prachtvolle Residenzstadt Potsdam mit den Schlössern, Gärten und dem historischen Stadtkern.

Videobericht: Friedrich in Potsdam – Hotel am Großen Waisenhaus –
Kaserne für beweibte Grenadiere

Nach wenigen Geh-Minuten tauchen Sie ein in den bunten Trubel der Brandenburger Straße mit ihren vielen Restaurants, Cafés, Geschäften und ihren zauberhaften und romantischen von barocker Architektur geprägten Seitenstraßen, in denen Sie kulinarisch und optisch alles finden, was Ihr Besucher-Herz begehrt.

In unserem Haus gibt es 34 Zimmer in 4 unterschiedlichen Kategorien. Diese laden mit Ihrer komfortablen Ausstattung zum Verweilen ein. Die Zimmer sind auf 3. Etagen vom Erdgeschoss bis unters Dach verteilt.
Unsere Standardzimmer befinden sich ausschließlich in der 2.Etage unter dem Dach und sind mit einer Dachschräge versehen. Besonderheit in diesen Zimmern ist das freundliche Tageslicht-Badezimmer. Die Komfortzimmer und Einzelzimmer befinden sich auf der 1. Etage und im Erdgeschoss. Unsere Komfortzimmer haben zwei Besonderheiten einmal die Zimmergröße von 30-40 qm und zum zweiten verfügen einige über einen Echt-Holz-Dielenboden.

Logo Stiftung 'Großes Waisenhaus zu Potsdam' Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“

Auszug und geschichtlicher Hintergrund des Hotels am Großen Waisenhaus.

 

Wann wurde das Haus erbaut und wie wurde es früher genutzt?

Unter dem preußischen König Friedrich ll errichtete der Baumeister Jan Bouman dieses langgestreckte Gebäude ursprünglich als Kaserne für „Beweibte“, also verheiratete Soldaten. Später, ab 1822, kam es in den Besitz des „Potsdamschen Großen Waisenhauses“, das es zum Kinderlazarett umbauen ließ. Nach 1945 erfuhr es verschiedene Nutzungen, da die Waisenhaus Stiftung 1952 aufgelöst worden war. So wurde das Haus als Zeitungsredaktion und sogar als Suppenküche für Obdachlose genutzt.

 

Warum ist dieses Gebäude zu einem Hotel umgebaut worden?

Das Haus war in einem sehr schlechten Zustand und musste einer neuen Nutzung zugeführt werden die seinem denkmalgeschützten barocken Charakter Rechnung tragen sollte. Man entschied sich für ein komfortables Stadthotel ohne Restaurant da es im Umkreis des Hotels Gastronomie aller Kategorien gibt.

 

In weIcher Verbindung steht das Hotel zur Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“?

Die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ plante als Besitzerin der Immobilie den Hotelneubau unter dem Gesichtspunkt  „Förderung benachteiligter Jugendlicher“. Hier soll geeigneten Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden eine berufliche Ausbildung zu absolvieren, damit sie die bestmöglichen Voraussetzungen für Ihr künftiges Berufsleben erhalten. Gewinne, die das Hotel erwirtschaftet, werden der Stiftung zugeführt.

 

Bis wann waren Waisenkinder hier im Haus?

Bis zum Ende des Krieges 1945 waren im Waisenhaus und dem daran angegliederten Lazarett noch Waisenkinder untergebracht. Noch heute sind weit über 150 dieser „Ehemaligen“ aktiv im „Ehemaligen-Verein“ und treffen sich regelmäßig jedes Jahr in Potsdam. Einige dieser „Ehemailigen“ hat bis nach Kanada, die USA und sogar Australien verschlagen.

 

Weiß man, wie die Waisenkinder lebten und was sie im Lazarett zu essen bekamen?

Zu hohen Festtagen, beispielsweise zum Geburtstag des Königs, gab es nach dem Wecken durch Spielleute des Knabenhauses vom Turm mit anschließender Parade ein Festessen für alle 600 Kinder. Sie versammelten sich alle im großen Speisesaal. Traditionsgemäß bestand dieses Festmahl aus Milchreis mit Zucker und Zimt, Schweinebraten, Backpflaumen und Wein.
Am Abend gab es auf dem Hof den traditionellen „Kiepenbrand“. Hier wurden alle unbrauchbaren Tragekörbe und ähnliches Holzmaterial als eindrucksvoller Abschluss eines ereignisreichen Tages verbrannt.

 

Kaserne für beweibte Soldaten

erbaut 1753 von Jan Bouman als Kaserne für beweibte Soldaten

  • zweigeschossig, mit Dachgeschoss
  • Gebäudelänge: 88 m
  • Gebäudeliefe: 10 m
  • Brutto-Geschossfläche: 2800m²
  • Zahl der Fenster: 97
  • Zahl der Türen : 70
  • Raumhöhen: 3,30 – 3,40 m

 

Lazarett für die Zöglinge des Potsdamschen Großen Waisenhauses

  • 1820 erhält das Waisenhaus die 6 Einzelhäuser im Zuge eines Grundstücktausches
  • Vereinigung und Umbau zum Lazarett mit dem charakteristischem 80 m langem Flur im 2. OG und dem Treppenhaus-Anbau im Hof

 

Aufteilung des Lazarettgebäudes:

Erdgeschoss

  • Verwaltungsbereich und Wohnungen für Arzt, Lehrer und Inspektor
  • links unten Desinfektionsraum

Obergeschoss

  • Krankenstuben und Zimmer der Krankenwärterinnen

 

Personal im Lazarett

angestellt waren u.a.:

  • 1 Oberarzt, 1 Oberchirurg, 1 Chirurg, 1 Krankenwärter, 3 Krankenwärterinnen, 1 Lehrer, 1 Lazarett-Inspektor, Reinigungsfrauen, Küchenfrauen,Nachtwächter, Torhüter
  • im 20. Jahrhundert dann auch zwei richtige Krankenschwestern
  • Arznei schon seit 1734 für alle Zöglinge kostenfrei aus der Haus- und Hof-Apotheke
  • Krankenhaus bis 1945

 

Gebäudenutzung nach 1945

  • zwischen 1945 und 1949 Kinder- und Flüchtlingsheim
  • bis zur Auflösung der Stiftung 1952 verschiedene Nutzungen um Mieteinnahmen zu erzielen
  • Redaktionsräume der Brandenburgischen Neuesten Nachrichten bzw. der PNN bis 1992
  • Suppenküche (Volkssolidarität), Haus der Jugend (Stadgugendring), verschiedene weitere Mieter

 

Gebäudenutzung ab 2011

Hotel am Großen Waisenhaus
Eröffnung am 1. April 2011

  • 34 Zimmer, darunter auch barrierefreie Räume, umfangreiches Frühstücksangebot, abschließbare Fahrradgarage

Erhaltene originale barocke Bausubstanz

  • 15 Fenster mit barocken Beschlagwerken, wie Winkelbänder, Reiber, Ziehknopf und Stützkloben
  • überwiegend tragende Wände aus der barocken Zeit
  • zwei Türzargen im Hofbereich
  • barocke Blindfenster am Giebel des Hauses mit Imitationsmalerei in Secco-Technik